Potatoe Room – Hommage an Sigmar Polke

2018
Holzlatten, Kartoffeln, Stahlseil, Schrauben

Die ortspezifische Arbeit Potato Room wurde speziell für die Postmoderne Galerie entwickelt. An vertikalen Holzlatten sind in gleichmäßigen Abständen Kartoffeln angebracht; eine Kartoffel hängt auf Augenhöhe zentral von der Decke. Die Arbeit ist eine Hommage an die Kartoffelarbeiten von Sigmar Polke und den postmodernen Realismus. Gleichzeitig verweist das geordnete Wurzelgemüse auf die deutsche Kleinbürgerlichkeit, der der Song Kopmam Lazım des türkischen Popmusikers Mustafa Sandal entgegengestellt wird. So steht die Arbeit gleichzeitig und humorvoll für die deutschtürkischen Wurzen des Künstlers und für gesellschaftliche Fragen von Integration und Ausgrenzung. 

Im Laufe des Ausstellungszeitraums beginnen die Kartoffeln zu keimen. Dieser Prozess soll hier nicht für das verwelken, sondern für Kraft und Kreativität stehen. Dabei ist der Grad der Keimung von den äußeren Einflüssen abhängig: Bleibt der Raum verschlossen und dunkel, verlangsamt sich die Keimung, während das Öffnen der Tür und das Einschalten des Neonlichtes die Keimung beschleunigen. Auf diese Weise verändern die Besucher_innen durch das Betreten der Arbeit die Arbeit selbst.


wooden slats, potatoes, steel rope, screws

The artist developed Potato Room specifically for the Postmoderne Galerie. The work consists of potatoes that are mounted to vertical wooden slats; one potato dangles from the ceiling. The work is a tribute to Sigmar Polke’s potato works and to postmodern realism. The order of the potatoes also symbolizes German petty bourgeoisie, which is contrasted by the Turkish pop song Kopmam Lazım by Mustafa Sandal. In this way, the work is not only a humorous reference to the German and Turkish family background of the artist, but also to current societal issues of integration and segregation. 

During the exhibition, the potatoes start to sprout, a process intended to symbolize creativity and potency. However, the degree of sprouting is determined by the environment and the visitors: If the room stays shut and dark, sprouting slows down while opening the door and switching on the light accelerates the process. In this way, the visitors change the work by accessing it.