Der Westflügel versteht sich als internationales Produktionszentrum für Figurentheater. Außer den bereits genannten arbeiten regelmäßig weitere Künstler und Ensembles am Westflügel. Eine Auswahl finden Sie hier.

Christoph Bochdansky

studierte Bühnenbild am Mozarteum Salzburg und absolvierte anschließend das Figurentheatercolleg in Bochum. Danach Mitarbeit bei verschiedenen Puppenspielensembles in  Deutschland, Österreich und Holland. Er arbeitete als Regisseur, Ausstatter und Puppenbauer u.a. am Puppentheater der Stadt Halle, Theater Junge Generation Dresden, Oper Zürich, Białostocki Teatr Lalek, Polen.
Christoph Bochdansky war Gastdozent an der Musikhochschule Stuttgart – Studienzweig Figurentheater sowie der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin – Abt. Puppenspielkunst.
2015 veröffentlichte er im Wortreich Verlag Wien "Anmerkungen zur Umgebung", ein Buch mit Kurzgeschichten.
Neben Solostücken wie "Der Dämon" arbeitet er zusammen mit dem Figurentheater Wilde & Vogel (Leipzig) – "Sommernachtstraum-reorganisiert", "Faust spielen", dem Wiener Musik-Duo "Die  Strottern" (Klemens Lendl und David Müller) – "Im Blut" und "Die Blumengeschichte", mit   Martin Ptak – "Dieser Mann ist eine Fälschung" sowie Rose Breuss – "Variation III von John Cage", "Orpheus Augenblicke", "1002. Nacht".
Mit seinen Stücken war er zu Gast auf Festivals in den meisten Ländern Europas, Taiwan, Indonesien, Israel sowie den USA.

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Frank Soehnle und das figuren theater tübingen

1991 wurde das figuren theater tübingen von Frank Soehnle und Karin Ersching gegründet. Seither führten Gastspiele die wohl erfolgreichste deutsche Figurenthea terbühne in über 30 Länder auf der ganzen Welt. Für einzelne Projekte erweitert sich der feste Kern um Mitarbeiter aus unterschiedlichen künstlerischen Bereichen, nach mehrjähriger Zusammenarbeit mit Ines Müller-Braunschweig und Christiane Zanger entstanden Kooperationen u.a. mit dem Staatstheater Stuttgart, Teatron Theater Arnsberg und Igneous aus Australien. Als Regisseur arbeitete Frank Soehnle u.a. am Puppentheater Magdeburg, Landestheater Tübingen und mit zahlreichen Figurenspielern.

Christiane Zanger

Christiane Zanger war nach einem Cello- und Schauspielstudium in Hamburg und Wien im Engagement in Castrop-Rauxel, Bonn und Düsseldorf, wo sie unter der Leitung Werner Schroeters auch Regieassistenzen übernahm. Seit 1991 ist sie freischaffend in den Bereichen Theatermusik und als Regisseurin und Autorin. Sie  widmet sich intensiv der interdisziplinären Arbeit zwischen Figurentheater, Schauspiel und Musik. So erarbeitete sie zahlreiche Figurentheaterinszenierungen zunächst als Mitglied des figuren theater tübingen, in den vergangenen Jahren u.a. drei Inszenierungen für Kinder mit dem Figurentheater Wilde & Vogel.

Miriam Goldschmidt

Miriam Goldschmidt (*8.7.1947 †14.8.2017) studierte Schauspiel bei Jacques Lecoq und Tanz bei Laura Shellen in Paris. In diese Zeit fallen ihre ersten Arbeiten als Schauspielerin und Regisseurin.

Goldschmidt arbeitete mit vielen bekannten Regisseuren deutscher Sprache: in Darmstadt bei Harry Buckwitz, in München bei Fritz Kortner und Peter Zadek, in Basel bei Hans Hollmann und Werner Düggelin, in Berlin bei Peter Stein und Luc Bondy, in Bochum bei George Tabori und Matthias Langhoff. Im Jahre 2000 spielte Goldschmidt in dem Stück „Sweeney Agonistes“ von T.S. Eliot. Regie führte Thorsten Lensing.

Ihre Theaterheimat aber fand sie, als sie 1971 zu Peter Brook nach Paris zum C.I.C.T. / Théâtre des Bouffes du Nord ging. In der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Brook spielte sie unter anderem in: Glückliche Tage, Timon d’Athene, Les Iks, Ubu, Mesure pour Mesure, La Conference d’Oiseaus, Le Mahabharata (Bühne und Film) und zuletzt Warum Warum. Mit den meisten Stücken waren sie auf Welttourneen.

Miriam Goldschmidt verbindet eine langjährige Beziehung zum Westflügel Leipzig, wo sie auch verschiedentlich auf der Bühne zu sehen war, zuletzt im Dezember 2015 gemeinsam mit Michael Vogel in "Unwahrscheinliche Wahrhaftigkeiten" nach Texten von Heinrich von Kleist. Die Zusammenarbeit zwischen Miriam Goldschmidt, Johannes Frisch, Wilde & Vogel und Hendrik Mannes (Regie) begann mit "Orpheus underground" in 2001. Über mehrere Jahre (2003-2006) arbeiteten sie gemeinsam an der Inszenierung "Lear" nach Shakespeare.

Gyula Molnár

mittelgroßer, mitteleuropäischer Künstler. Wurde 1950 in Ungarn geboren und lebt heute in Italien. Er ist als freischaffender Schauspieler, Regisseur und Autor in ganz Europa tätig. An der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin ist er Ehrenprofessor im Ruhestand.
Gyula Molnár arbeitete in wechselnden Rollen an zahlreichen Inszenierungen mit. Auswahl von Inszenierungen, bei denen er spielte: "Drei kleine Selbstmorde", "Gagarin", "Unaussprechlich Qvtzwa", "Asche" "Nachtwandler", "Kaspers Wurzeln", "Passion der Schafe", "Corazòn Corazòn".

Hendrik Mannes

Hendrik Mannes arbeitet seit 1982 als freischaffender Regisseur. Neben Inszenierungen von Theatertexten entstanden intermediale Projekte unter Einbeziehung z.B. von Tanz, improvisierter Musik und Live-Malerei. Projekte u.a. mit den »Ratten 07« an der Volksbühne Berlin. 2003 Regie-Mitarbeit bei Peter Brook für Becketts »Glückliche Tage«. Kooperationen im Bereich Figurentheater u.a. mit Frank Soehnle, Yvette Coetzee und Christoph Bochdansky.

Antonia Christl

Die Dramaturgin Antonia Christl ist seit vielen Jahren Teil eines Regieteams mit Hendrik Mannes. Gemeinsam entstanden mehrere Inszenierungen mit Wilde & Vogel, Gruppe K und anderen, zuletzt „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“.

Grupa Coincidentia

Grupa Coincidentia is an freelanced theater, founded in September 2009 by Dagmara Sowa and Paweł Chomczyk. Grupa combines in it's performances many different means of expression: traditional and contemporary puppetry, acting, visual theater, object theater, miming, singing.
Grupa Coincidentia has produced eleven performances of: Murdas.The Tale, The Floorless, The Third Name of a Cat, Szopka – Polish Nativity Play, Turandot, Krabat, Concert for Cor, Drum and viola, Krwawa Jatka, The Elephant and the Flower, Faza REM Phase, Made in Heaven.
Coincidentia collaborates with independent artists and cultural institutions: Figurentheater Wilde&Vogel, The Bialystok Puppet Theater, The Bialystok Cultural Center, CK Lublin.

Golden Delicious

Ari Teperberg und Inbal Yomtovian sind das Golden Delicious Ensemble. Zusammen erschaffen sie Charaktere, Geschichten, Bilder und Kreaturen mit einer einnehmenden, komischen Perspektive, indem sie eine Handvoll Objekte mit einer zarten Berührung verwenden. "Wir schaffen unser Theater zu Hause, in der Küche oder im Wohnzimmer mit unseren persönlichen Gegenständen. Wir spielen mit allem, was uns zur Verfügung steht." Die Arbeiten des Teams vereinen pure Verspieltheit und virtuose Präzision und entführen das Publikum mit ihrer erfinderischen Lebendigkeit.

Es gibt keine Illusion, nicht für einen Moment, aber man glaubt trotzdem absolut!

Ari Teperberg ist Theaterschöpfer, Theater- und Opernregisseur und Performer. Absolvent der School of Visual Theatre in Jerusalem 2013. Originalstücke: "Caprices" und "Was ist mit meiner Stimme passiert?" - zwei Sound-Dance-Performance-Stücke, mit denen er gemeinsam im Tmuna-Theater in Tel Aviv auftritt. Oper: Regie bei "Pearl Fishers" von Bizet an der Musikakademie in Jerusalem, Regie bei "Out of Love" - ​​Musical-Show für einen Chor, unter der musikalischen Leitung von Gideon Efrati. Regieassistent bei Gabriele Ribis in "Don Giovanni" an der Jerusalem Opera. Gewinner des Preises der Jerusalem Stiftung

Inbal Yomtovian ist Performance-Künstlerin und Puppenspielerin. Absolvent der School of Visual Theatre in Jerusalem 2011. Aufführungen: "Menachem Mizrachi", "Die menschliche Natur", "Unravel.", "Ein Huhn und ein Ei". Mitwirkung in den Stücken "Savana" von Amit Drori, "Blue Jeans" von Yeung Fai, der Oper "Babel After the War" von Xavier Dayer und in der Gruppe "Zik". Stipendien und Preise: Bürgermeister von Jerusalem 2008, 2009; Amerika Israel Stipendium für visuelle Kunst 2008; "Faust" Festival Belgrad 2008 - Grand Prix für "Human Nature"

Agnés Limbos

Agnés Limbos ist eine Koryphäe des Objekttheaters und gilt als Mitbegründerin des Genres an sich. Seit Jahrzehnten begeistert sie weltweit mit ihren außergewöhnlichen Ideen, meisterhaftem Spiel und unerschöpflichem Humor. 2013 war sie mit ihrer Kompanie Gare Centrale zum ersten Mal zu Gast im Lindenfels Westflügel und präsentierte vor ausverkauftem Haus ihre erfolgreiche Inszenierung "Troubles", ebenfalls an der Seite von Gregory Houben. 2014 zeigte sie ihre "Conversation avec un jeune homme". Westflügel und Limbos, das war Liebe auf den ersten Blick und so wurde der Westflügel Koproduzent für die neue Produktion. Nach einem Tryout im Anschluss an die Probenphase im Westflügel im Spätsommer 2014 zeigten Gare Centrale 2015 die mittlerweile erfolgreich-tourende Produktion unter dem Titel "Ressacs".

Florian Feisel

Florian Feisel studierte Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Seit 2002 ist er vorwiegend als freischaffender Puppenspieler und Performancekünstler tätig. Ab 2006 auch als freier Regisseur tätig setzt er den Schwerpunkt auf performative Bühnenexperimente sowie Installationen. Als Grenzgänger zwischen den Künsten untersucht er den eigenen Körper als Objekt und experimentiert mit dem Mensch als Material. Seit dem Sommersemester 2012 lehrt er als Professor im Studiengang für Figurentheater an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Franziska Merkel

Franziska Merkel studierte Figurentheater an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, 2004 absolvierte sie ihr Diplom. Als freischaffende Figurenspielerin, Performerin und Regisseurin lebt und arbeitet die gebürtige Hallenserin seit 2006 in Leipzig. Ihre ungewöhnlichen Arbeiten waren seither auch im Westflügel zu sehen: ‚Zuckermäuse’ bevölkerten die halbe Treppe im ersten SommerSpielPlan und ihre Inszenierung „Sugar“ sowie ihr work-in-progress „Das Menue“ begeisterten zahlreiche Zuschauer.

Katharina Muschiol

Katharina Muschiol hat an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart das Figurenspielstudium mit Diplom abgeschlossen. Seit März 2011 ist sie in verschiedenen Bereichen als freischaffende Künstlerin tätig und lebt in Leipzig.
Bereits während des Studiums nahm sie an zahlreichen Projekten teil, die internationale Präsenz aufweisen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf interdisziplinären Kooperationen. So entstanden neben Figurentheaterinszenierungen, bei denen sie sowohl als Spielerin als auch an der Regie beteiligt war, Animationsfilme, Performances und bildnerische Arbeiten.
2009 gründete sie mit den Kollegen Maik Evers und Stefan Wenzel die Gruppe K, mit der am Westflügel „Der Schaum der Tage“ nach Boris Vian in einer Inszenierung von Hendrik Mannes entstand.