The Anatomy Lesson

Ein forensisches Märchen

Regie, Text, Stickerei und Performance: Marijs Boulogne ::: Multi Media Projekt - Musik: Jim Denley ::: Video: Julia Clever / N.N. ::: Zeichnung: Alice Lorenzi ::: Endoscope STORZ: Eugeen Steurs


Im Zentrum ihrer unverwechselbaren Performances steht die Stickerei als ewige Wiedergutmachungsarbeit, als Medizin gegen Zerfall und Verderben. Mit ganz einfachen Materialien wie Garn und Faden kreiert Marijs Boulogne Traumwelten, die den Gesetzen von Profit und Kapital entfliehen. Für das forensische Märchen „The Anatomy Lesson" hat sie in zehnmonatiger Stickarbeit ein künstliches Baby mit allem Drum und Dran geschaffen: Haut, Gedärme, Muskeln an Knochen aus Salz und Mehl. Nur leben tut diese Kreatur freilich nicht. Dafür aber ist Boulogne eine interaktive Theaterform geglückt, die Leben und Tod in liebevoller und zugleich bizarrer Weise thematisiert: Ein gesticktes totgeborenes Kind verkörpert das Wunder des Lebens. Frei von Sadismus und Grausamkeit führt Boulogne das Publikum durch ihr Anatomie-Theater.

Die Performance basiert nicht nur auf kunsthistorischen Referenzen, wie dem Rembrandt-Gemälde „Die anatomische Lehre von Dr. Nicolaes Tulp“ oder dem Video "Corps étranger" von Mona Hatoum, das eine endoskopische Reise durch den Körper zeigt, es ist zugleich eine Untersuchung über das existentielle Trauma, ein Kind zu verlieren und über fragile Körperlichkeit.

 

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Sa, 4. Mai 2019 | 21.00 Uhr


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