Faza REM Phase

Figurentheater Wilde & Vogel [Leipzig/Stuttgart] und Grupa Coincidentia [Białystok, PL]
in Koproduktion mit dem BTL Białystok, FITZ! Stuttgart und dem Lindenfels Westflügel Leipzig

Regie: Michael Vogel
Spiel: Paweł Chomczyk, Łucja Grzeszczyk, Michał Jarmoszuk, Samira Lehmann, Dagmara Sowa, Stefan Wenzel
Live-Musik: Charlotte Wilde
Bühne und Figuren: Michael Vogel
Regieassistenz: Katharina Muschiol


Eine theatrale Traumforschung von Spielern aus Deutschland und Polen.

"Ich, Chuang Tzu, träumte einmal, ich sei ein Schmetterling, der hierhin und dahin flatterte, in jeder Beziehung und Hinsicht ein Schmetterling. Ich war mir nur über mein Schmetterlings-Dasein bewusst und nicht über meine menschliche Existenz. Plötzlich erwachte ich und lag nun da, wiederum als das gewohnte Ich. Ich weiß jetzt aber nicht, ob ich ein Mensch war, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder ob ich ein Schmetterling bin, der träumt, er sei ein Mensch."

Ausgangspunkt für die Arbeit sind der Schlaf und das Träumen, also jene Welt, die abseits der realen liegt, in der wir uns wach bewegen, leben und agieren. Doch was ist diese Traumwelt, ein von allen Träumenden aufgesuchtes Jenseits, ein individueller Innenraum in dem Hirnströme uns Bilder vorgaukeln, eine andere Realität? Welche Ausrüstung braucht es für die Traumfeldforschung? Welche musikalischen, bildnerischen, theatralen Mittel braucht es, um in die Träume zu gelangen?

Nach dem Erfolgsstück Krabat ist REM eine weitere Zusammenarbeit des Figurentheaters Wilde & Vogel mit der polnischen Grupa Coincidentia, erweitert um zwei junge Spieler des Teatr Lalek Białystok, die beiden Absolventen des Studiengangs Figurentheater Stuttgart Lehmann & Wenzel und den Zeichner und Grafiker Robert Voss.

„Und habt ihr denn etwa keine Träume, wilde und zarte, im Schlaf zwischen zwei harten Tagen? Und wißt ihr vielleicht, warum zuweilen ein altes Märchen, ein kleines Lied, ja nur der Takt eines Liedes, gar mühelos in die Herzen eindringt, an denen wir unsere Fäuste blutig klopfen?"
Anna Seghers

"Sie kommunizieren auf Englisch, Polnisch, Deutsch oder auch gar nicht. Sie trinken Tee, schreiben Geheimnisvolles, dozieren, diskutieren, spionieren, verfallen in Kollektivschlaf oder singen zusammen. Wasser tropft, Sand rieselt, Puderwolken hängen in der Luft, und manchmal schweben riesige Mücken zwischen den Schlafenden und stechen zu. Eine irreale Atmosphäre liegt über dem Ganzen, explodiert im Lachen oder Erschrecken; alles ist ungewiss, unsicher, wie im Traum oder Tod." (Renate Klett, Theater der Zeit)

Das Projekt wurde gefördert durch: Kulturamt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Fonds darstellende Künste, dem Programm Szenenwechsel der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts, Stadt Białystok, Region Podlasie, Kulturministerium Warschau