| Der Bau |
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There are no translations available. Die Historie des Jugendstilballhauses Im Jahr 1900 wurde das “Etablissement Gesellschaftshalle”, heute Lindenfels Westflügel, von dem berühmten Gründerzeit-Architekten Emil Franz Hänsel (u.a. Specks Hof in Leipzig) als Erweiterung zur heutigen Schaubühne Lindenfels in Leipzig erbaut. Später wurde das Haus als Ofenrohrfabrik und Lagergebäude zweckentfremdet, die Räume und Details des Jugendstilbaus aber blieben erhalten.
Seit 2005 ist der Lindenfels Westflügel e.V. Eigentümer des Gebäudes. Neben dem Erhalt und der Sanierung des Gebäudes ist es Ziel der Initiative, ein kontinuierlich arbeitendes internationales Produktionszentrum für Figurentheater im Westflügel zu realisieren. Ein Ort, an dem aufgeführt, geforscht und inszeniert wird. Ein Treffpunkt für Künstler und Publikum. Der Lindenfels Westflügel befindet sich im Leipziger Stadtteil Plagwitz, im ausgehenden 19. Jahrhundert blühender Industriestandort, heute in einer Phase der Umgestaltung und Entwicklung. Die Leipziger Baumwollspinnerei, die seit einigen Jahren einige der wichtigsten deutschen Galerien und Ateliers der berühmten Maler der Leipziger Schule beherbergt, sowie die räumlichen Möglichkeiten des Stadtteils, haben eine Reihe von Künstlern angezogen, die mit Galerien, Ateliers und Veranstaltungsorten den Stadtteil beleben. Figurentheater ist modernes Theater und findet in einer aufstrebenden Stadt wie Leipzig fruchtbaren Boden. Das kulturelle Angebot der Stadt ist äußerst vielfältig, das Figurentheater war jedoch immer unterrepräsentiert. Und vor allem: Das Leipziger Theaterpublikum ist offen für neue und unkonventionelle Impulse. 1913 wurde die Schaubühne Lindenfels zum Kino umfunktioniert und im Lauf der Jahre immer wieder baulich verändert. Heute ist die Schaubühne ein Veranstaltungsort für Kino und Darstellende Künste. Der Westflügel diente als Fabrik- und Lagergebäude. Die baulichen Anforderungen für diese Nutzung waren nicht groß, es wurde nicht verändert, sondern nur hineingebaut, so dass es möglich war, das Gebäude wieder nahezu in seinen Urzustand zu versetzen. Zuletzt stand das Haus 15 Jahre lang leer. Wir bauen (aus)! Ein Blick hinter die Baukulissen Der Westflügel ist nun ein Haus in neuer-alter Gestalt: Die Instandsetzung des Kulturdenkmals ist gediehen, es zeigen sich kleine aber auch große Veränderungen, die allesamt notwendig WAS BISHER GESCHAH: Ein Ziel der Instandsetzung war es die historische Eingangssituation wieder herzustellen. Doch wie sah das Entrée ursprünglich aus? Was hatte sich der Erbauer Emil Franz Hänsel wohl vorgestellt? Bei der Freilegung stellte sich heraus, dass alte Pläne und Zeichnungen nicht dem Befund vor Ort entsprachen und der vor 100 Jahren entworfene Eingang wahrscheinlich nie als solcher genutzt und auch gar nicht zu Ende gebaut wurde… Sollte der Lindenfels Westflügel in der langen Nutzungsgeschichte des Hauses nun tatsächlich erst jetzt diesen Gedanken des Architekten Hänsel umsetzen? – Nach der Freilegung des historischen Eingangs und der Entfernung eines Rolltores, welches noch aus Zeiten der industriellen Nutzung des Westflügels als Fabrik stammte, klaffte in der Westflügelfassade eine Öffnung von fast sechs mal sechs Metern. Dahinter kam ein wunderschönes Vestibül zum Vorschein. Hier sollten nun bald alle Besucher über eine noch zu erbauende Treppe ins Foyer eintreten können. Doch für das Vestibül fehlte noch das passende Eingangstor, um diese rohe Lücke in der Fassade zu schließen. Durch einen Zufall fand unser Architekt ein altes zweiflügeliges Gründerzeittor aus einer ehemaligen Leipziger Brauerei, das beinahe Zentimeter genau passte. Was für ein Glück! Von der Zeit schon gezeichnet wurde das 1200 kg
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