DIE ERGEBNISSE DES TUTORIALS "DIE GEISTERHAND" :
Produktion : Compagnie Mossoux-Bonté in Zusammenarbeit mit Les Brigittines - Centre d’Art contemporain du Mouvement de la Ville de Bruxelles
Vielen Dank an alle Teilnehmenden für das Einsenden der Videos!

 

Da die Compagnie Mossoux-Bonté aufgrund der aktuellen Situation leider nicht wie geplant am 28. und 29. mit ihrem Stück "Whispers - Birth of a Phantom" auf der Westflügelbühne stehen kann, schickt uns Nicole Mossoux einen Videogruß aus Belgien, in dem sie zum Mitmachen einlädt. Außerdem teilt die Compagnie Mossoux-Bonté mit uns den Kurzfilm "Harpya", eine der Inspirationen für "Whispers" und stellt uns die komplette filmische Adaption ihres Stückes Light! zu Verfügung:

Tutorial "Die Geisterhand"


Da wir leider nicht in Leipzig auftreten können, dachten wir, wir unternehmen trotzdem etwas mit euch, indem wir euch einladen, uns die Aufnahme einer kleinen Improvisation zu schicken, die mit dem Thema und der Ausdrucksweise zu tun hat, die wir in unserer Produktion Whispers entwickelt haben. Die Improvisation trägt den Namen “Die Geisterhand”.

In Whispers wird eine Frau von unsichtbaren Wesen heimgesucht, die sich durch Klänge und Auswüchse auf ihrem Körper manifestieren. Die Protagonistin wird von diesen Geistern ihrer Vorfahren manipuliert, die durch uralte Geheimnisse und unausgesprochenen Wahrheiten entstanden sind.

Ziel der Improvisation ist es, eine Unabhängigkeit zwischen den Händen und dem Kopf zu schaffen, als würden sie nicht zum selben Körper gehören oder als ob der Körper von mehreren Wesen bewohnt wäre. Also Unabhängigkeit aber auch wechselseitige Abhängigkeit!

Ihr könnt von alltäglichen Gesten ausgehen. Versucht, diese klar und lesbar zu gestalten. Ihr könnt sie wiederholen, den Rhythmus ändern, die Bewegung verstärken, etwas Geheimnisvolles entstehen lassen… Versucht dabei den Raum, der die eine und dann die andere Hand von eurem Gesicht und Schädel trennt, konkret zu machen, wie eine elektrische Spannung zwischen zwei Polen. All eure Bewegungen sollten von dieser Beziehung zwischen euren Händen und eurem Kopf ausgehen, nie von einem anderen Körperteil wie z.B. Ellebogen oder Schultern. Seid dabei vorsichtig, nicht in die Pantomime zu rutschen, ihr sollt versuchen Gefühle anzudeuten, Erinnerungen, aber nicht eine reale Situation beschreiben. Wir müssen beim Zuschauen die Geschichte nicht verstehen, aber etwas fühlen können. Das Wichtigste dabei ist das Gefühl der Unheimlichkeit.

Denkt über den Raum nach, in dem ihr euch filmt, wie ihr euch anzieht, welche Atmosphäre ihr kreieren wollt, aber bleibt dabei einfach. Ihr könnt Musik verwenden wenn ihr wollt, aber nicht sprechen. Euer Film solte maximal zweieinhalb Minuten lang sein. Bitte schickt ihn an:
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Die Filme werden dann in der Galerie weiter unten auf dieser Seite veröffentlicht.
Wir hoffen, euch bald zu sehen!

 Harpya - eine Inspiration für Whispers

Harpya (1979) ist ein kurzer Animationsfilm des belgischen Regisseurs Raoul Servais. Der Film ist sowohl dunkel als auch skurril und erzählt von der Begegnung eines Mannes mit einer invasiven Harpyie, einem mythologischen weiblichen Monster, halb Vogel, halb Frau, die alles auf ihrem Weg zerstört. Diese Figur hat eine der Inkarnationen in der Produktion Whispers (2015) inspiriert. An einem Punkt im Stück leiht sich die Hauptfigur die Krallen und Wildheit der Chimäre. Sie ist einer der „Geister“, die die Protagonistin verfolgen und sie gegen ihren Willen handeln lassen.

Hier kann das Video angeschaut werden.

Light!

Light! (2003) ist eine verdichtete Filmversion der gleichnamigen Produktion der Compagnie Mossoux-Bonté. Regiesseur des Films ist Patrick Lemy, der über das Stück sagte, dass es ihn an seine Kindheitsängste erinnert, in einem Keller eingesperrt zu sein. Eine Frau wird von ihrem eigenen vielgestaltigen Schatten verfolgt, wie ein Auswuchs ihrer Innerlichkeit, der ihre verborgenen Gefühle enthüllt. Alle Schatten wurden live erzeugt (wir haben keine Videos in der Aufführung verwendet), indem wir dem Licht mit Körper und Kostümen im Weg stehen.

Concept and interpretation Nicole Mossoux, Choreography and direction Patrick Bonté et Nicole Mossoux, Original music Christian Genet, Scenography Jean-Claude De Bemels et Mikha Wajnrych, Costumes Colette Huchard, Make-up Jean-Pierre Finotto, Technical direction Pierre Stoffyn, Film director Patrick Lemy, Director of photography and framing Jean-Jacques Mathy, Stage manager Thomas Béni et Mikha Wajnrych, Stagehand Tan Van Tham, Film editor Patrick Lemy, Remix and mastering Gérald Fenerberg, Special effects Michèle Squarci

Hier kann das Video angeschaut werden.

 

Galerie der "Die Geisterhand"-Einsendungen

Vielen Dank für die Teilnahme und die Einsendungen der Improvisationen!

 

"Die Geisterhand" #24 - Fatou Traoré 

"Die Geisterhand" #23 - Elodie Paternostre


"Die Geisterhand" #22 Shantala Pèpe

"Die Geisterhand" #21 Barbara Pereyra

"Die Geisterhand" #20 - Justine Lebas

 

"Die Geisterhand" #19 - Sonia Pastecchia

"Die Geisterhand" #18 - Mahaut and Zoé Counet 

 

"Die Geisterhand" #17 - Agnès Limbos

"Die Geisterhand" #16 - Bénédicte Davin


"Die Geisterhand" #15 - Ives Thuwis

 

"Die Geisterhand" von Antonin De Bemels

 

"Die Geisterhand" #13 - Lisou De Henau


"Die Geisterhand" #12 -  Juan Benítez

 


"Die Geisterhand" #11 - Christine Desfeuillet

 

"Die Geisterhand" #10 - Jean Fürst

 


"Die Geisterhand" #9 - Dorian Chavez

"Die Geisterhand" #8 - Isabelle Lamouline

"Die Geisterhand" #7 - Franck Baal

"Die Geisterhand" #6 - Miriam Ellenbroek

"Die Geisterhand" #5 - Jan Jedenak

"Die Geisterhand" #4 - Candy Saulnier

"Die Geisterhand" #3 - Fernando Martin

 

"Die Geisterhand" #2 - Manon Dumonceaux

"Die Geisterhand" #1 - Sébastien Chollet