finis terrae

Vernissage: 6.12.2019
froelich & herlich Kunstautomat

im dustern, wo die nacht sich bricht.
finstern im innern 
licht – den tag außen – sieht man nicht.
im dunklen, wo der schatten spricht
warten auf licht ist heller als die sonne.
oder 
»the absence of light is its own stubborn light – no light is a light
no light is the true light
and there is no light so there is a light so there is no light
so there is a light!«
– Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra


Die kleinste Galerie der Stadt bietet die nötige Nähe, die sechs tiefschwarzen Mezzotinten mit eigenen Augen und einiger Aufmerksamkeit auszuloten. Diese alte Radiertechnik verlangt viel Zeit und Geduld, die sich auf dem Papier zu einer matten Farbfläche verdichtet. In dieser Reihe wurden die Stufen der Entstehung des Drucks dokumentiert, um nachvollziehbar zu machen, wie sich das Motiv langsam aus dem Material (einer aufgerauten Kupferplatte) schält. Wie es auf dem Bütten langsam zu leuchten beginnt. Die Bilder sind weniger selbstständige Graphiken als teil eines dokumentierten Prozesses zwischen Arbeitstisch und Druckwerkstatt.

Sophie Kurzer (*1987) zeichnet und betreibt Druckgraphik.
Sie studierte an der Burg Giebichenstein bei Thomas Rug und an der Latvijas Mākslas Akadēmija unter Guntars Sietiņš. nach ihrem Diplom im November 2018 versucht sie nichts weniger, als dem Raum zwischen Anfang und Ende der Zeit mit ihren Mitteln etwas Ersprießliches hinzuzufügen.