[Fällt aus!] There is nothing in my life which shows that i am ugly on the inside [Tryout]

[Il n’y a rien dans ma vie qui montre que je suis moche intérieurement]
Tryout

Von Agnès Limbos & Christophe Sermet ::: Compagnie Gare Centrale

Text: Agnes Limbos und Christophe Sermet ::: Spiel: Agnès Limbos und Yannick Renier ::: Lichtdesign: Nicolas Thill ::: Sounddesign : Guillaume Istace ::: Regie: Christophe Sermet

Eine Produktion der Compagnie Gare Centrale, in Koproduktion mit FMTM (World festival of puppet theatre), Théâtre de la Poudrière (Neuchâtel), Théâtre de Liège, Théâtre Varia, in Kooperation mit Westflügel (Leipzig) und La Compagnie du Vendredi


How much strength does it take to smash a woman’s skull with a hammer?

Eine Frau in einem Fell. Ihre Kleider haben keine Taschen, ihre Handtasche ist leer. Wer ist sie? Im Schatten ein Mann, der eine Beschreibung der Frau in ein Diktiergerät spricht.
Wird das Publikum Zeuge der Untersuchung eines Verbrechens, das stattgefunden hat? Nicht nur eines Verbrechens, vieler Verbrechen. Ihre Opfer: Frauen.

Das Stück nach Fragmenten von Georges Simenon führt von der Autopsie des Körpers der Toten, der Besessenheit, ein Rätsel zu lösen, die Verbrechen zu verstehen und festzustellen, zu der Frage, wo sich diese Impulse beim Menschen verbergen. Und zwingend zu der Frage: Woher kommt die universelle Faszination für Verbrechen, von den banalsten bis zu den schmutzigsten, komplexesten und ästhetischsten? Und doch geht es weniger um das Verbrechen als um das Enthüllen des Lebens der Getöteten, eines Lebens, das durch das Verbrechen gestört, beendet wurde.

Und es gibt eine zweite Präsenz, den zweiten Körper, den Mann. Seine scheinbar sachlichen Diktate in sein Aufnahmegerät, ihr Klang, der Live-Sound, umfassen zunehmend die Atmosphären-Sounds einer Vergangenheit, die – wie Anklänge an den Film Noir - an das Leben der Toten vor dem Verbrechen erinnern.

Gleichzeitig untersuchen Agnès Limbos und Christophe Sermet die spielerischen als auch die dramatischen Möglichkeiten einer Allianz von Objekttheater und Schauspiel.

Fr 9. Apr 2021 | 21.00 Uhr