The plentiful void / Die Fülle der Leere Ein Performance Workshop mit Nofar Sela

Der ursprünglich für 28.-30. April vorgesehene Performance-Workshop mit Nofar Sela ("The plentiful void") muss entfallen, da die Künstlerin coronabedingt weder reisen noch eine Veranstaltung im Westflügel mit ihr möglich sein kann.

In Anbetracht dieser Situation und um den Workshop nicht ersatzlos ausfallen zu lassen, bietet Nofar Sela Interessierten an, an einem dreitägigen Online-Workshop teilzunehmen:

Workshop mit Nofar Sela – online

13. bis 15. Mai ganztägig – Beitrag € 50,- / € 100,- / Solitickets

Nofar lädt die Teilnehmenden dazu ein, ihrem Zuhause bzw. dem häuslichen Umfeld auf neue Art und Weise zu begegnen. Die derzeitige Situation, die bei vielen Menschen dazu führt, wesentlich mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen, möchte sie als Chance nutzen, die scheinbar so vertrauten Räumlichkeiten neu zu entdecken. Eine kreative Untersuchung, die den Umraum befragt und seine (Un-)Möglichkeiten.

Wo liegen die Qualitäten des Raums? Welche Rituale finden statt und kann ich mein Zuhause in einen rituellen Platz verwandeln? Wie kann mein Zimmer als Performanceraum dienen und welche performativen Elemente verstecken sich unter dem Augenscheinlichen? Wie stehen verschiedene Räume im Verhältnis zueinander und zu den Bewohenr*innen? Wie spiegelt unser Zuhause unser Selbst, aber auch unsere Kunst wider?

Der Workshop läuft über drei Tage und wird online stattfinden. Dabei werden morgens und am späteren Tag Videomeetings stattfinden, dort gibt es Austausch, gemeinsame Übungen und Ideen für eigene Experimente. Den restlichen Tag verbringen die Teilnehmenden mit bestimmten Aufgaben und Gedankenansätzen, die sie nach eigener Regie durchführen. Die Meetings dienen zum Austausch und zur Inspiration, können kleine Präsentation beinhalten und gemeinsame Übungen. Der Workshop wird in englischer Sprache stattfinden. Die Teilnehmenden müssen die Möglichkeit haben Videochats beizuwohnen.

Nofar Sela ist eine israelische Performanceünstler*in, die an der Schnittstelle zwischen Theater, bildender Kunst und Text arbeitet. Selas Arbeit basiert auf einer engen und direkten Verbindung mit dem Publikum und nutzt häufig die Präsenz des Publikums als Ausgangsmaterial.
Sela ist Mitglied des Pandora Collective - einer unabhängigen Künstlerinitiative mit Sitz in Jerusalem -, wo sie ihre Werke entwickelt, die Entwicklung der Werke ihrer Kolleg*innen begleitet und Performance-Events initiiert und kuratiert.
2018 nahm Sela am Programm des Internationalen Forums in Berlin teil, das vom Theatertreffen und dem Goethe-Institut initiiert wurde. Sela studierte interdisziplinäre Kunst an der School of Visual Theatre in Jerusalem und 2012 erhielt sie ein BFA mit Auszeichnung von der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem.

 

Workshop with Nofar Sela - online

May 13th to 15th all day - contribution € 50, - / € 100, - / solitickets

Nofar invites the participants to encounter their home or domestic environment in a new way. She would like to use the current situation, which leads many people to spend considerably more time in their own four walls, as an opportunity to rediscover the apparently familiar rooms. A creative investigation that questions the surroundings and its (im-)possibilities. What are the qualities of the room? What rituals are taking place normally and can I transform my home into a ritual place? How can my room serve as a performance space and which performative elements are hidden under the obvious? How do different spaces relate to each other and to the residents? How does our home reflect our self, but also our art?
The workshop takes place over three days, partly online. Video meetings will take place in the mornings and later days, where there will be exchanges, joint exercises and ideas for your own experiments. The participants spend the rest of the day with certain tasks and ideas that they carry out themselves. The meetings serve for exchange and inspiration, can include small presentations and joint exercises. The workshop will take place in English. Participants must be able to attend video chats.

Nofar Sela is a performance artist working in the crossroad between theater, visual art and text. Sela’s work is based on an intimate and direct connection with the audience, often making use of its presence as raw material.
Sela is a member of Pandora Collective - an independent artists' initiative based in Jerusalem - where she develops her works, accompanies the development of her colleagues' works, and initiates and curates performance events.
In 2018, Sela participated in the International Forum programme in Berlin, initiated by Theatertreffen and the Goethe Institut.
Sela studied interdisciplinary art in the School of Visual Theater, Jerusalem, and in 2012 she received a BFA with distinction from the Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem.


Information zum ursprünglich vorgesehen Workshop:

Ein Performance Workshop mit Nofar Sela ::: Di, 28. April – Do, 30. April 2020, ganztägig ::: Empfohlen für Interessierte mit Bühnenerfahrung ::: Anmeldung erforderlich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ::: Kursgebühr: € 100 € / 150 €


Wie kann die Leere verwendet werden, um ein Bild zu schaffen?

Wie kann unser Körper die Geschichte seines zukünftigen Verschwindens erzählen?

Kann unser eigener Tod als Material und Inspiration für kreative Arbeit verwendet werden?

Und wenn Du deine eigene Abschiedszeremonie kreieren könntest, wie würde das aussehen?

In diesem dreitägigen Workshop stellt Nofar Sela Techniken und Ansätze vor, die sie für das Stück Once I am Not - Rehearsal For a Final Departure entwickelte. Der Workshop wird textuelle, visuelle und performative Forschung integrieren.

Gemeinsam wird die Leere erforscht, die wir zu füllen gewohnt sind - den leeren Raum und die Leere das wird niemals gefüllt sein - das, was wir (hoffentlich) zurücklassen werden, nachdem wir gestorben sind. Nofar betrachtet diese Leere nicht als leer, sondern angefüllt mit Materialen mit denen gearbeitet werden kann. Die künstlerische Arbeit mit dem Tod, als eine Prozess neues Leben zu schaffen.

Während des Workshops werden 3 Hauptthemen behandelt:

1. Die Leere - Durch eine Reihe von praktischen Übungen werden wir mit einer formalistischen spielen Annäherung an die Leere, Fragen stellen wie - Wie können wir Abwesenheit verkörpern? Welche Bilder können wir in einem leeren Raum finden? Inwiefern kann Sprache, wenn überhaupt, diese Leere beschreiben? Und wie wird die Leere aussehen, die wir hinterlassen, nachdem wir gestorben sind?

2. Tod als Inspiration - Wir werden verschiedene Herangehensweisen an den Tod diskutieren und beschäftigen uns mit kreativen Prozessen, anderer Künstler*innen zum Thema Tod. Wenn wir uns trauen, werden wir versuche uns unseren eigenen Tod vorzustellen und zu beschreiben, die Emotionen betrachten, mit denen wir konfrontiert sind: Ist es nur Angst und Verzweiflung? Oder vielleicht auch hoffen? Leidenschaft für das Leben? Dringlichkeit? Inspiration? Motivation? Wir werden all dies als Material für Texte und performative Übungen verwenden.

3. Aufbruch als performativer Akt - Wie verlässt du diese Welt? Wege eine Bühne zu verlassen, könnte ein gute Übung dafür sein. Wofür muss vorher gesorgt werden? Was ist noch zu tun, zu sagen, zu tanzen, zu singen, bevor du gehst? Was ist deine eigene Abschiedszeremonie? Welche Wünsche hinterlässt du den anderen?

english:

How can void be used to create an image?

In what ways can our body tell the story of its future disappearance?

Can our own death be used as material and inspiration for creative work?

And if you could create your own farewell ceremony, what would that look like?

In this 3 day workshop I will share the working methods I've explored for the development of my solo piece - Once I am Not - Rehearsal For a Final Departure.

The workshop will integrate textual, visual and performative research. Together, we will explore the void we are used to fill - the empty space, and the void that will never be filled - that which we will leave behind (hopefully), after we die. I wish to suggest that void is not empty at all, but rather rich with materials to work with. And so, working with the idea of death is a way to create new life.

During the workshop we will explore 3 main subjects:

1. The void - Through a series of practical exercises, we will play with a formalistic approach to void, asking questions like - How can we embody absence? What images can we find in an empty space? In what ways, if at all, can language describe void? And what will the void we leave after we die look like?

2. Death as inspiration - We will discuss different approaches to death and learn about creative ways others have chosen to cope with death. If we dare, we will try to imagine and describe our own death, and explore the emotions it confronts us with - Is it just fear and despair? Or maybe also hope? Passion for life? Urgency? Inspiration? Motivation? We will use all this as material for textual and performative exercises.

3. Departure as a performative act - How do you leave this world? Exploring different ways to leave a stage can be a good way to practice. What needs to be taken care of? What have you got to do / say / dance / sing before you go? What kind of departure ceremony will you plan for yourself? And which instructions will you leave for those left?

About Nofar Sela:

Nofar Sela (Nufar Sela) is a performance artist working and integrating between theater, visual art and text. Sela’s work deals with social subjects and is based on an intimate and direct connection with the audience, often making use of its presence as raw material.

Since 2018, Sela explores the subject of death as a creative material. In 2018 she created the solo piece - Once I Am Not - Rehearsal For a Final Departure - which deals with practicing for death as a performative act. In 2019, together with Ayelet Meir, she created The Last Supper - a participatory ceremony which offers an artistic format for a bold conversation about death.

In 2018, Sela participated in Theatertreffen Festival’s International Forum programme in Berlin, initiated by the Berliner Festspiele and the Goethe Institut. In 2017 Sela created the participatory solo piece SurFace , which took part in Theatertreffen 2018 and the International Exposure for Israeli Theater. Since 2014 Sela is a member of Pandora Collective - an independent artistic initiative based in Jerusalem. Sela studied performance and interdisciplinary art in the School of Visual Theater, Jerusalem, and in 2012 she received a BFA with distinction from the Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem.

28.04.2020